Pilotphase für neue Gebäudezertifizierung

Unter den vielen Anforderungen an Bauprojekte gewinnt Nachhaltigkeit zunehmend an Bedeutung. So zeichnet das Gütesiegel „Bewertungssystem Nachhaltiger Kleinwohnhausbau“ (BNK) Wohngebäude aus, bei deren Erstellung auf Aspekte der Ökologie, Ökonomie und Funktionalität Wert gelegt wird. Das Bau-Institut für Ressourceneffizientes und Nachhaltiges Bauen (BiRN) brachte Bewertungskriterien etwa für Innenraumhygiene nun auf den neuesten Stand.

Das BNK-Zertifikat soll für mehr Qualität und Klarheit bei der Erstellung von Wohngebäuden sorgen – etwa bei den genutzten Materialien und deren Umweltauswirkungen. Besonders im Fokus stehen hier Ein- bis Fünffamilienhäuser. Bei diesen können durch das Einhalten der Kriterien niedrigere Energie- und Betriebskosten realisiert sowie insgesamt gesundheitsfördernde Gebäude geschaffen werden. Damit dies entsprechend der aktuelle Baupraxis geschieht, überarbeitete das BiRN (Bamberg) die vier Bewertungskriterien „Innenraumhygiene“, „Schadstoffemissionen“, „Rückbau und Demontage“ sowie „Widerstandsfähigkeit gegen Extremwetterereignisse“.

Ins Leben gerufen wurde das System in einer Kooperation der Hochschule München mit Vertretern der Bau- und Immobilienbranche und dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR). Bereits seit 2016 wird es auch von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gefördert. Nun befindet sich das aktualisierte BNK in der Pilotphase. Gleichzeitig werden Auditoren geschult, die ab dem kommenden Herbst eine Beurteilung des nachhaltigen Wohnungsbaus vornehmen können.
 
Die Unipor-Ziegel-Gruppe unterstützt das BiRN, das zudem als Zertifizierungsstelle anerkannt ist, in der laufenden Testphase. „Nachhaltigkeit im Bauwesen ist ein Zukunftsthema, das es auszubauen gilt“, erklärt Unipor-Geschäftsführer Dr.-Ing. Thomas Fehlhaber. Das BNK sei ein Vorreiterprojekt, das bereits heute mit 65 zertifizierten Einfamilienhäusern eine führende Stellung unter den nachhaltig orientierten Gebäudebewertungssystemen einnehme.

 

11.07.2018
Bildquelle: UNIPOR, München.
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