Mehr Azubis in der Baubranche

Für junge Leute ist ein Berufseinstieg in die Baubranche wieder zunehmend attraktiv. Dies zeigt die erste Ausbildungsbilanz 2018 der Sozialkassen der Bauwirtschaft (SOKA-BAU). Ihr zufolge unterschrieben im zweiten Quartal bundesweit 12.500 neue Lehrlinge ihre Verträge. Das sind 900 Berufseinsteiger mehr als noch im letzten Sommer.

Ein Trend, der sich fortsetzt: Mehr Lehrlinge in der Baubranche sorgen gleichzeitig für eine steigende Zahl an Ausbildungsbetrieben. Laut SOKA-BAU wuchs ihre Zahl dieses Jahr schon auf 14.600 an. Wie das aktuelle Ausbildungsjahr abschließend zu beurteilen ist, darüber werden erst die Auswertungen im Dezember Aufschluss geben. Schon jetzt aber zeigen die aktuellen Zahlen einen Erfolg des Engagements der Baubranche, junge Menschen für das Handwerk zu begeistern. Die gemeinsamen Bemühungen von Betrieben und Verbänden waren eine Reaktion auf die letztjährige „Azubi-Flaute“. 2017 hatten viele Firmen Probleme, ihre Lehrstellen zu besetzen – bei 45 Prozent der Bauunternehmen blieben Ausbildungsplätze vakant.

Der Grund dafür war sowohl das Fehlen von Bewerbungen als auch der Mangel an qualifizierten Interessenten, so Dieter Babiel vom Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB). Heute sieht er die steigenden Lehrlingszahlen als einen ersten Erfolg. Um den positiven Trend fortzusetzen, sei es laut Babiel nun aber wichtig, weiter am Image des Baugewerbes zu arbeiten. Die Berufsaussichten im Handwerk stehen für junge Leute weiterhin günstig: Auf Interessierte wartet eine Vielfalt an Ausbildungsberufen und nach abgeschlossener Ausbildung besteht eine gute Chance, fest angestellt zu werden, da qualifizierte Kräfte gefragt sind.  Zudem ist es möglich, beruflich aufzusteigen – beispielsweise als Polier oder Bauleiter.

02.10.2018
Bildquelle: Pixabay / annawaldl.
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