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Bauzulieferer in Bedrängnis

Einen schweren Stand hat derzeit die Baustoff- und Bauzulieferindustrie. Das geht jetzt aus den Angaben einer renommierten Unternehmensberatung hervor. Demnach klagen die Zulieferer in diesem Jahr über noch stärkere Auswirkungen der Wirtschaftskrise als im Vorjahr. Laut Umfrage erwarten nur 54 Prozent von ihnen, von staatlicher Hilfe zu profitieren. Im Rahmen dieser Entwicklung warnen Experten vor einem Jobkahlschlag: Insbesondere Fachkräfte müssten gehalten werden.

Die durch die Wirtschaftskrise zugespitzte Situation in der Bauindustrie schlägt inzwischen auch auf ihre Zulieferer durch. So klagen die betroffenen Unternehmen derzeit über noch stärkere Auswirkungen der Wirtschaftskrise als im Vorjahr. Eine Besserung ist nicht in Sicht. Denn laut der Umfrage einer namhaften Unternehmensberatung ist der tiefste Einschnitt in der Baustoff- und Bauzulieferindustrie erst in diesem Jahr zu erwarten.

So bekämen rund 83 Prozent der Branchenteilnehmer die enormen Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise in diesem Jahr deutlich zu spüren. Statt der erhofften Erholung rechnen sie mit weiteren Umsatzrückgängen. Im letzten Jahr waren es noch 63 Prozent. Insbesondere von den Konjunkturpaketen für den Bausektor zeigen sich die Befragten eher enttäuscht. Nur 54 Prozent der Zulieferer erwarten demnach, von staatlicher Hilfe zu profitieren - nach 71 Prozent im Vorjahr. Insbesondere wird in diesem Kontext die einseitige Förderung einzelner Segmente kritisiert.


Wirtschaftskrise trifft auch die Bauzulieferer: 83 Prozent der Branchenteilnehmer erwarten die enormen Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise in diesem Jahr deutlich zu spüren.
Foto: aboutpixel.de

Inzwischen ist vielerorts bereits zu beobachten, dass auch Maßnahmen "in operativen Bereichen" ergriffen werden. Ein Novum: Denn gerade in der Branche der Bauzulieferer seien effizienzmindernde Schritte bis dato vermieden worden.
Ein Jobkahlschlag sei indes nicht zu erwarten. So dürften die Anpassungen besonders mit Bedacht auf Fachkräfte durchgeführt werden.

Ein Hoffnungsschimmer: Zwar lässt der Aufschwung länger auf sich warten als prognostiziert, doch erwarten viele Experten im kommenden Jahr erste Erholungstendenzen. Das Ende der Krise ist also trotz aller Turbulenzen zumindest absehbar.

Quelle: bau-doc.de