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Der Abriss und Neubau von bestehenden Wohngebäuden kann eine sinnvolle Variante der Sanierung sein. Das geht jetzt aus einer Studie der Universität Kassel hervor. Dies gilt vor allem für Wohnungsbestände aus den 50er und 60er Jahren, die erhebliche strukturelle Defizite aufweisen und bei denen ein Neubau oft unumgänglich ist. In diesem Kontext fordert der Verfasser der Studie, Professor Anton Maas, dass der Bestandsersatz gleichberechtigt in die Struktur der KfW-Förderprogramme einbezogen wird.
Der Bestandsersatz von Wohngebäuden - vor allem aus den 50er und 60er Jahren - kann vor dem Hintergrund des vielerorts formulierten Grundsatzes des nachhaltigen Bauens eine sinnvolle Variante der Sanierung sein. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie der Universität Kassel. "Wichtig ist allerdings, dass Wahlfreiheit und Technologieoffenheit bei den Sanierungsmaßnahmen bestehen", erklärt der Verfasser der Studie "Bestandsersatz als Variante der energetischen Sanierung", Prof. Dr.-Ing. Anton Maas von der Universität Kassel. In diesem Kontext sei es unabdingbar, dass der Bestandsersatz gleichberechtigt in die Struktur der KfW-Förderprogramme einbezogen werde. Letztlich setze "Nachhaltiges Bauen" stets eine ganzheitliche Betrachtung eines Gebäudes voraus. Daher sind der Studie zufolge weitere Einflussgrößen, nach denen Investoren beurteilen können, ob und wann der Bestandsersatz eine sinnvolle Variante der Sanierung darstellt, auch Fragen wie: - Ist eine Sanierung des Gebäudes sinnvoll und notwendig?
- Wie ist die Standortqualität des Gebäudes zu bewerten?
- Wie ist die Nachfrage auf dem lokalen Wohnungsmarkt einzuschätzen?
- Bestehen Aspekte, die zwingend den Bestandserhalt fordern?
 Kann eine sinnvolle Variante der Sanierung sein: Der Abriss und Neubau von unzeitgemäßem Wohnungsbestand -speziell aus den 50er und 60er Jahren. Foto: bauingenieur24.de
Ein weiterer Vorteil der Variante des Bestandsersatzes ist - neben dem Aspekt der Steigerung der Energieeffizienz - vor allem auch die Chance, innerstädtische und periphere Wohnquartiere, sogenannte Bausünden vergangener Zeiten, aufzuwerten und lebenswert zu gestalten. "Resultierend aus der demografischen Entwicklung, den steigenden Energiepreisen und den ambitionierten Klimaschutzzielen kann der Wohnungsbestand ohne verstärkten Bestandsersatz den Anforderungen nicht gerecht werden", sagt Maas.
Die Studie, die der Bundesverband Baustoffe - Steine und Erden (BBS) herausgegeben hat, wird unter www.bvbaustoffe.de (Rubrik Downloads / Broschüren) als PDF-Dokument angeboten.
Quelle: bauingenieur24.de
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